Montag, 16. Mai 2011

Tagesanzeiger: «Die Sektenbrüder wurden weggefegt»

Da liest man - ohne etwas Böses zu ahnen - den Tagesanzeiger online und stösst dann auf eine solche Überschrift!

Wobei die Überschrift ja bereits etwas gekürzt worden ist wie man unschwer an der URL ("Die Sektenbrüder und Betschwestern wurden weggefegt") erkennen kann.

Wow, da lehnt sich jemand weit aus dem Fenster!

Ach so, die Überschrift steht ja in Anführungszeichen. Da hat Autor Simon Eppenberger also jemandem eine tolle Platform gegeben um seine Meinung kund zu tun!
"Nach dem überdeutlichen Nein zu den Sterbehilfe-Vorlagen hoffen Dignitas-Geschäftsführer Ludwig A. Minelli wie auch EDU-Kantonsrat Hans Peter Häring auf deutliche Signale aus Bundesbern."

Samstag, 14. Mai 2011

Blick am Abend: Bühne frei für Totschläger

Die Redaktion (bzw. die Verfasserin des Artikels Andrea Schmits) vom "Blick am Abend" zeigt im erwähnten Artikel ihr Verständnis des schweizerischen Rechtsystemes sehr klar auf.

"Bühne Frei für Totschläger" steht auf der Titelseite vom "Blick am Abend" vom 11.5.2011 mit Verweis auf einen Artikel auf Seite 4/5.
Auf Seite 4 lautet dann die Überschrift:"Totschläger in Genf willkommen".
Der Titel in der Online Ausgabe des Artikels lautet:"Bertrand Catat: Frauenkiller darf in Genf Theater spielen".
"GENF - Nach seiner Haftentlassung darf der Ex-Rockstar in einem Genfer Theater mitspielen. Andere Länder hatten seinen Auftritt zuvor abgelehnt. Cantat hatte vor acht Jahren seine Freundin erschlagen."

Sonntag, 17. April 2011

Tagesanzeiger: Hüten Sie sich vor dem Virus

Vor 25 Jahren verbreitete sich das erste Virus für die damals noch nicht so stark verbreiteten PC. Der Tagesanzeiger schaut im Artikel "Hüten Sie sich vor dem Virus" zurück. Der Anreiss-Text verspricht einen interessanten Artikel:
"Vor einem Vierteljahrhundert verbreitete sich zum ersten Mal ein Virus auf normalen PCs. Brain zerstörte nichts und stahl keine Daten – heute ist die Malwarebranche eine boomende Schattenindustrie."

Samstag, 12. März 2011

Tagblatt: Der harte Kampf ums Überleben

Gleich in 2 Artikeln berichtet das Tagblatt in St. Gallen von der Situation der Platten- und CD-Läden in der Stadt.

"Der Harte Kampf ums Überleben" folgt einen Tag nach "Der Niedergang der St.Galler Musikläden". Beides recht sauber recherchierte Artikel die zeigen, dass sich der Autor Daniel Walt in der lokalen Musikszene auskennt. Aus seinen Zeilen spricht viel Wehmut um die den veränderten Marktverhältnissen zum Opfer gefallenen Geschäfte. Ich kann ihm nachfühlen auch wenn man mich nie in einem der genannten Geschäfte angetroffen hat (schade eigentlich, aber man kann nicht überall sein).

Donnerstag, 3. Februar 2011

Tagesanzeiger: Das Web ist voll

Dass in diesem Blog so viel über Artikel aus dem Tagesanzeiger geschrieben wird, ist nicht mit einer Aversion gegen diese Zeitung zu erklären. Schliesslich ist der Tagesanzeiger für mich so etwas wie meine Heimzeitung. Und meist sind die Artikel auch gar nicht so schlecht. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass sich die Journalisten auf dieser Redaktion einen Spass daraus machen, den "schweizweit schlechtesten Artikel des Jahres" zu schreiben. Und dies hier ist ein besonders erfolgversprechender Kandidat dafür!

Nur schon der Titel gibt dem technikinteressierten Nutzer einen Hinweis auf die zu erwartende Qualität:
"Das Web ist voll"

Freitag, 7. Januar 2011

Tagesanzeiger: Albtraum auf Rädern

Nach einem Monat Winterschlaf meldet sich der Zeitungsjunge wieder. Aus dem wohligen Winterschlummer gerissen hat mich der folgende Artikel von Reto Hunziker im Online-Auftritt des Tagesanzeigers.

"An Bahnhöfen und Flughäfen wimmelt es nur so von Rollkoffern. Ein grosses Ärgernis, findet Tagesanzeiger.ch/Newsnetz-Reporter Reto Hunziker."
Hm. Was denn nun? Es steht nirgends etwas von "Kolumne" oder "Glosse". Wieso dann diese scheinbare Distanzierung im Aufreisser?
"Manchmal wünschte ich dennoch, das Rad wäre nie erfunden worden. Nämlich dann, wenn ich zur Rush Hour quer durch die Halle des Zürcher Hauptbahnhofes eile, um mein Tram noch zu erwischen.
In diesem Moment gleiche ich der Spielfigur eines alten Jump&Run-Spiels: Ich springe, ich weiche aus, ich beschleunige, um Schritte später abrupt zu halten. Schuld an diesem unverhofften Hindernislauf: der Rollkoffer."

Dienstag, 7. Dezember 2010

Tagblatt: PostFinance schliesst Konto von Assange

Das St. Galler Tagblatt veröffentlicht eine Meldung der SDA unkommentiert. Das ist ihr gutes Recht und leider in praktisch allen Medien absolut normal. Manchmal wäre es jedoch sicher gut, ein bisschen nach zu fragen.

Am Artikel selbst gibt es wenig auszusetzen. Die Frage gehen eher  in Richtung Motivation und Motive der beteiligten Stellen. Und wieso diese Fragen offenbar nicht gestellt werden!
"Grund sei, dass der Australier bei der Kontoeröffnung falsche Angaben zu seinem Wohnort gemacht habe.

Als Domizil habe Assange Genf angegeben, was sich bei einer Überprüfung der Daten aber als unwahr herausgestellt habe, schreibt PostFinance am Montag in einer Mitteilung weiter."