Wow, was für ein langer Titel. Aber er ist jeden Buchstaben wert. Klar und verständlich, so soll es sein. Ein Artikel, inspiriert durch die kürzliche Schliessung von kino.to, der den Lesern die Rechtslage beim Download von nicht korrekt lizenziertem Content erläutert.
Andere Medien versuchen zwar den Anschein von Unvoreingenommenheit zu erwecken, indem sie auch Interessenvertreter der Medienimperien zu Wort kommen lassen (z.B. 20min Was-Kino-to-Nutzer-zu-befuerchten-haben) die natürlich versuchen, die an sich klare Rechtslage nach ihrem Interesse umzudeuten.
Die Rechtslage in der Schweiz ist jedoch zum aktuellen Zeitpunkt sonnenklar und auch mit der letzten Reform des Urheberrechts (die die Rechte der Nutzer gegenüber der Industrie massiv schwächte ohne dass die Künstler davon profitieren könnten) wurde in diesem Punkt nichts verändert.
Aktuelle Kommentare zur Berichterstattung in verschiedenen Medien. Ein kritischer Blick auf die Medien in der Schweiz. Medienkritik
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Freitag, 10. Juni 2011
Tagesanzeiger: Filme und Songs aus dem Netz: Was in der Schweiz erlaubt ist
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Freitag, 12. November 2010
Tagesanzeiger: Microsoft will die Schweiz computertauglich machen
Ja, ich weiss, schon wieder Tagesanzeiger, und schon wieder der Digitalteil... aber diesen Artikel konnte ich mir wirklich nicht ersparen. Da beginne ich mich ernsthaft zu fragen, was denn am Freitag in der Tagi-Redaktion los ist.
"Informationstechnologie ist für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln. Und doch verlangen viele Arbeitgeber, dass Bewerber sicher im Umgang mit dem PC sind. Eine neue Initiative soll helfen."Ausbildung ist immer gut. Und gerade im IT-Bereich dringend nötig. Denn der Informatikunterricht in der Schule ist für die Katz (die Informationen, die meiner 13-jährigen Tochter in den letzten Monaten vermittelt wurden sind z.T. seit mindestens 5 Jahren veraltet, unvollständig und einseitig. Aber wenn ich die Powerpoint-Präsentationen an den Elterninformationsabenden sehe, wundert mich gar nichts mehr).
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Tagesanzeiger: Kreditkarte mit Tastatur: Gestohlene Passwörter für Diebe nutzlos
Der Tagesanzeiger zeigt seine Kompetenz im Digital-Teil mal wieder mit einem absolut unkritischen Artikel, der aus der Presseabteilung der Banken stammen könnte.
"Immer dasselbe Passwort bei Online-Einkäufen zu verwenden, ist ein Sicherheitsrisiko. Der weltgrösste Kreditkartenanbieter Visa und Cornèr Bank sagen dem Passwortklau nun den Kampf an."Online einkaufen mit Passwort? Also, zum Bezahlen benutzt man doch die Kreditkartennummer, das Verfallsdatum und ev. noch einen aufgedruckten "Sicherheitscode". Naja.
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Freitag, 5. November 2010
Tagesanzeiger: 1000 Autofahrer gebüsst oder verzeigt
Oder:"Wenn wichtige Infos fehlen, aber eine Zahl schön eindrücklich ist"
Ein hübscher, kleiner Artikel im Tagi-Online
Nach dem Lesen der Überschrift will man natürlich mehr wissen:
Ein hübscher, kleiner Artikel im Tagi-Online
Nach dem Lesen der Überschrift will man natürlich mehr wissen:
"Wer am Steuer SMS schreibt oder Zeitung liest, riskiert einen Unfall. Drei Wochen lang hat die Kantonspolizei bei Kontrollen gezielt auf unaufmerksame Autofahrer geachtet – und über 1000 Strafen verteilt."
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Samstag, 30. Oktober 2010
Tagesanzeiger: Taub im Laub
Wer kennt sie nicht, die Laubbläser. Sie gehören inzwischen einfach zur herbstlichen Geräuschkulisse.
Philippe Zweifel vom Tagesanzeiger hat sich hingesetzt und einen Artikel geschrieben.
Was er geschafft hat, ist eigentlich genial. Denn indem er sich eine ausgewogene Recherche erspart hat, und z.B. wirklich mal mit den Leuten, die professionell mit den Geräten arbeiten, gesprochen oder noch besser, diese mal einen halben Tag bei ihrer Arbeit begleitet hätte, hat er einen vor Polemik triefenden Artikel verfasst. Das hat ihm viele Leserkommentare eingebracht. Viel Aufmerksamkeit bedeutet wohl dann viel Lob vom Chef.
Philippe Zweifel vom Tagesanzeiger hat sich hingesetzt und einen Artikel geschrieben.
Was er geschafft hat, ist eigentlich genial. Denn indem er sich eine ausgewogene Recherche erspart hat, und z.B. wirklich mal mit den Leuten, die professionell mit den Geräten arbeiten, gesprochen oder noch besser, diese mal einen halben Tag bei ihrer Arbeit begleitet hätte, hat er einen vor Polemik triefenden Artikel verfasst. Das hat ihm viele Leserkommentare eingebracht. Viel Aufmerksamkeit bedeutet wohl dann viel Lob vom Chef.
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Sonntag, 24. Oktober 2010
Tagesanzeiger: Mac Book Air ohne Flash
Mit diesem Artikel in seinem "Digital" Teil übertrifft sich der Tagesanzeiger wieder einmal selbst. Die neuen Mac Books wurden präsentiert. Und das Wichtigste scheint zu sein, dass Flash nicht mehr vorinstalliert ist!
"Die neuen Modelle des Mac Book Air werden standardmässig ohne den Flash Player ausgeliefert wie Engadget.com berichtet. Bisher rüstete Apple (AAPL 307.47 -0.66%) seine Macs stets ab Werk mit der Erweiterung aus. Nutzer können sie aber nachträglich installieren."
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Tagesanzeiger: Sozialer Durchzug
Leider ist der Artikel nicht online verfügbar (oder zumindest für mich nicht auffindbar), daher auch kein Link sondern nur ein paar Zitate.
Was ist sozialer Durchzug?
In der heutigen Papierausgabe des Tagesanzeigers in der Rubrik "Kommentare und Analysen" wird der Beitrag schon auf der Frontseite mit dem Satz angekündigt: "Plötzlich allein am Tisch: Selbst Nichtrauchern war es wohler, als in den Beizen geraucht wurde."
Ich tippe jedoch eher auf geistigen, denn auf sozialen Durchzug.
Thomas Widmer (Kulturjournalist und Verfasser von Wanderkolumnen) schreibt in der Einleitung: "Wenn Raucher zwischen Drinnen und Draussen pendeln" über das komische Gefühl, nach der Vorspeise alleine am Tisch zu sitzen, weil sich alle anderen Tischgenossen auf eine Zigarettenpause nach draussen verzogen haben.
Und etwas weiter:
Sind denn Raucher eine Bevölkerungsgruppe, die sich nicht an die grundlegendsten Regeln des Anstandes halten müssen (man steht nicht ohne Not mitten in einer Unterhaltung auf und man nimmt seinen Abfall bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit selber mit und schnippt die Zigistummel nicht einfach auf die Strasse oder gar in den nächsten Blumentopf!)? Und wer es nicht mal durch ein ein gutes Essen hindurch (welches ja selten mehr als 2 Stunden dauert) ohne einen Glimmstängel aushalten mag, gehört wohl eher in eine Suchttherapie als in eine Kolumne.
Also mein Tipp: Sich andere Freunde suchen und weiterhin das rauchfreie Ausgehen geniessen. Es ist doch schön, wenn man nach dem Ausgang nach Hause kommen kann und man nicht wie eine Rauchwurst stinkt! (Nichts gegen Rauchwürste, die müssen so riechen).
Fazit: Die Wanderkolumnen sind besser.
Was ist sozialer Durchzug?
In der heutigen Papierausgabe des Tagesanzeigers in der Rubrik "Kommentare und Analysen" wird der Beitrag schon auf der Frontseite mit dem Satz angekündigt: "Plötzlich allein am Tisch: Selbst Nichtrauchern war es wohler, als in den Beizen geraucht wurde."
Ich tippe jedoch eher auf geistigen, denn auf sozialen Durchzug.
Thomas Widmer (Kulturjournalist und Verfasser von Wanderkolumnen) schreibt in der Einleitung: "Wenn Raucher zwischen Drinnen und Draussen pendeln" über das komische Gefühl, nach der Vorspeise alleine am Tisch zu sitzen, weil sich alle anderen Tischgenossen auf eine Zigarettenpause nach draussen verzogen haben.
"(Man) unterhält sich bestens - da steht Beatrice abrupt auf, greift sich ihren Mantel und sagt:«So, ich geh eine rauchen, Wer kommt mit?»
Es gehen alle. Alle ausser einem selber"
Und etwas weiter:
"Was bleibt, ist seltsam: ein Typ allein mit fünf verlassenen Gedecken. Das sieht aus, als habe es Streit gegeben, worauf die anderen mitten im Essen flüchteten; der Nichtraucher wirkt wie ein Soziopath, der andere Leute vergrault."Ich selbst als Nichtraucher kann dies nicht wirklich nachvollziehen, wobei in meinem Bekanntenkreis wohl ein unterdurchschnittlich kleiner Anteil an Rauchern ist. Meine Freunde würden mich jedenfalls nicht für einen Glimmstängel alleine am Tisch sitzen lassen. Oder liegt das mit dem "Leute vertreibenden Soziopathen" doch nicht so weit daneben? (Sorry Herr Widmer, ich konnte mir diesen unqualifizierten Kommentar nicht verkneifen)
Sind denn Raucher eine Bevölkerungsgruppe, die sich nicht an die grundlegendsten Regeln des Anstandes halten müssen (man steht nicht ohne Not mitten in einer Unterhaltung auf und man nimmt seinen Abfall bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit selber mit und schnippt die Zigistummel nicht einfach auf die Strasse oder gar in den nächsten Blumentopf!)? Und wer es nicht mal durch ein ein gutes Essen hindurch (welches ja selten mehr als 2 Stunden dauert) ohne einen Glimmstängel aushalten mag, gehört wohl eher in eine Suchttherapie als in eine Kolumne.
Also mein Tipp: Sich andere Freunde suchen und weiterhin das rauchfreie Ausgehen geniessen. Es ist doch schön, wenn man nach dem Ausgang nach Hause kommen kann und man nicht wie eine Rauchwurst stinkt! (Nichts gegen Rauchwürste, die müssen so riechen).
"Raucherecken in Restaurants sind so sinnvoll wie Pissecken in Schwimmbecken!" (Zimmermann Heitmann, vielleicht, vielleicht auch nicht)
Fazit: Die Wanderkolumnen sind besser.
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Freitag, 8. Oktober 2010
Tagesanzeiger: Haiti – acht Monate nach der Katastrophe
Wow, da nimmt der Tagesanzeiger online (beziehungsweise Newsnetz) doch wirklich ein Thema auf, von dem ich dachte, es sei vergessen gegangen. Ein Klick auf den Link bringt dann aber die Ernüchterung: Wo ich einen gut recherchierten Bericht direkt von Medienschaffenden vor Ort erwartet hatte, fand ich nur eine 12 Agenturbilder (Reuters) umfassende Bildstrecke.
Zugegeben: die Bilder sind schön. Fast schon zu schön, um dem Thema gerecht zu werden... auch der Informationsgehalt der Bildunterschriften hält sich in Grenzen.
Wenn ein Thema "heiss" ist, wird darüber geschrieben. Die Zeitungen sind gefüllt mit diesem einzigen Thema und man bekommt das Gefühl, es gäbe sonst nichts Berichtenswertes auf der Welt. Wenn diese Spitze vorbei ist, flaut das Interesse schnell ab und höchstens Eingeweihte erfahren ab und zu noch etwas. Schön, dass hier versucht wurde, ein inzwischen etwas abgekühltes Thema wieder auf zu nehmen. Die Umsetzung dürfte aber durchaus engagierter sein.
Fazit: Schade, da hätte man mehr draus machen können.
Zugegeben: die Bilder sind schön. Fast schon zu schön, um dem Thema gerecht zu werden... auch der Informationsgehalt der Bildunterschriften hält sich in Grenzen.
Wenn ein Thema "heiss" ist, wird darüber geschrieben. Die Zeitungen sind gefüllt mit diesem einzigen Thema und man bekommt das Gefühl, es gäbe sonst nichts Berichtenswertes auf der Welt. Wenn diese Spitze vorbei ist, flaut das Interesse schnell ab und höchstens Eingeweihte erfahren ab und zu noch etwas. Schön, dass hier versucht wurde, ein inzwischen etwas abgekühltes Thema wieder auf zu nehmen. Die Umsetzung dürfte aber durchaus engagierter sein.
Fazit: Schade, da hätte man mehr draus machen können.
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